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The Game - Manuela Holban - 16. September 2010

"The Game" (60x45)

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Zukunft ist, was wir heute beginnen. Wenn die Gegenwart mit der Zukunft Ball spielt, kann sie werfen, wohin sie will - an genau der Stelle wird eine Zukunft entstehen, die den Ball aufnimmt. Unendliche Möglichkeiten, die allein in unserer Hand liegen.

In einem tiefen Raum, der stellenweise hell erleuchtet, stellenweise aber auch schattig und fast düster erscheint, spielen zwei Damen Ball. Das Parkett wirkt nicht eben, eher steil und glatt - ein ungewisser Grund für jeden Schritt in Richtung Zukunft. Am Ende des Raumes fällt der Boden zum linken Ausgang hin ab, zum rechten jedoch steigt weiter an. Alle Wege sind denkbar - nach oben, nach unten, ins Licht und ins Dunkel.

Die Gegenwart - im Vordergrund präsent wie unser heutiges Leben, in ihrem signalroten Kleid durch und durch konkretisiert und über alle Eventualitäten und Gestaltungsmöglichkeiten längst hinaus, hat ihren Ball geworfen, und tiefer im Raum scheint im selben Moment eine Zukunft zu entstehen, blaß, gesichtslos, ungenau, fast transparent und doch unübersehbar leuchtend, einer soeben aus dem Nichts erschienenen Lichtgestalt gleich. Diese Zukunft ist geschaffen; der geschickte Wurf der Gegenwart hat die unendlichen Möglichkeiten aus Licht, Schatten, aus Auf- und Abstieg auf einen einzigen Punkt beschränkt - den Punkt an der hellsten und steilsten Stelle des Raumes. Hier verwirklicht sich kein unausweichliches Schicksal. Hier wird voller Zuversicht und Tatkraft gestaltet.

Zukunft ist, was wir heute beginnen. Jeder Wurf, den wir tun, sollte wohlüberlegt und geschickt platziert sein, damit er die Zukunft erzeugt, die wir uns wünschen. Die Kunst kann uns den Weg weisen. Manuela Holban hat es in ihrem Bild "The Game" bereits getan.

Christopher von Greverode

 

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